Baltikum 2008

Vorwort

Bei dieser Reise sollte es noch einmal nach Osteuropa gehen, speziell in das Baltikum.

In der Weihnachtszeit 2007 hörte ich, das Baltikum wäre den Schengener Staaten beigetreten und somit wurde das Reisen vereinfacht. Daraus war der Plan in diese Gegend der Welt oder besser gesagt Europas zu Reisen entstanden.

Was mich dort erwarten sollte war mir nicht bekannt und auch nicht ganz so wichtig.

In der Winterzeit begann ich mit der Planung der Route und auch mit der Ergänzung der Ausrüstung. Da ich das Flugzeug als Überbrückungsmittel für große Entfernung entdeckt hatte, mußte ich auch meine Ausrüstung ändern. Durch die Sicherheitsauflagen konnte ich keine Gaskartuschen mehr mitnehmen und bevor ich in jedem Land erst anfange danach zu Suchen, besorgte ich mir einen Mehrstoffkocher für Flüssigbrennstoffe. Man bekommt ja Benzin in jeder Ecke der Welt.

Leider wurde die Route auch wieder abgeändert, aber einen Teil meiner Strecke fuhren wir doch. Nur kam zu Lettland, Estland nun auch noch Litauen hinzu, was ich erst aus Zeitmangel nicht machen wollte, aber Bernd doch gerne dabei hätte.

Nach diesem Urlaub bin ich mir sicher, ich fahre wieder alleine.

Was mir oder uns auf dem Weg durch die 3 Länder begleitete, war etwas was mir unbekannt war. Wir trafen auf Ablehnung oder fassten es als unhöflich auf, nicht zurück gegrüßt zu werden oder man schlug uns die Türen vor der Nase zu, als wir in eine Gaststätte wollten oder auch in Supermärkten. An was es lag kann ich nicht sagen, es war aber recht ungewöhnlich.

Diese Erfahrungen die wir gemacht hatten, wurden auch von anderen Radlern bestätigt die uns begegnet sind und daher sind sie in meinen Augen auch keine Ausnahmen.

Gerechterweise muß ich aber ergänzen, das Radfahrer aus dem Forum andere Erfahrungen gemacht hatten.

Was die Reise angeht, war es schnell, was das Tempo anging. Was die Natur betrifft, ähnelt sie sehr der in den Masuren.

Dass es einen Systemumbruch gab sahen wir auch nach vielen Jahren noch, da ein großer Teil der Bevölkerung sich wahrscheinlich zu dem Verlierern zählen darf.

Es waren zu viele Ruinen am Wegesrand zu finden und Ortschaften wo noch nicht einmal Hase und Fuchs sich Gute Nacht wünschen. Allerdings gab es auch viele Kleinode der Natur oder Geschichte die ein wenig Licht in das Dunkel brachten.

Besonders Estland war ein positives Erlebnis. Dort sah man den Unterschied am besten zu den anderen beiden Ländern, was Höflichkeit und Umgangsformen angeht.

Am Ende des Urlaubs sagt man meistens, und das habe ich öfters gesagt, man kommt zurück. Hier habe ich nicht das Gefühl noch einmal her zu wollen und bin froh wenn es nach Hause geht.

Viel Spaß beim Lesen.


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